Grundsätze

Zwei Tatsachen waren für den Gründer Andreas Salzbrunn ausschlaggebend, das ensemble focus aus der Taufe zu heben.

Zunächst empfand er die (semi-) professionelle Wiener Chorszene als gehetzt und ungeduldig. Nur wenige Sängerinnen und Sänger mit guter Stimme, erstklassiger Ausbildung und vergleichbarem Durst nach Perfektion waren und sind bereit, sich selbst und ihrer Musik Raum und Zeit für Entwicklung zu geben, sie wachsen zu lassen und nicht vorrangig an das schnell verdiente Geld zu denken. Und diese Menschen zu finden, macht sich Andreas Salzbrunn zur Aufgabe.

Außerderm will Salzbrunn seine persönliche Vorstellung von “absoluter Musik” umsetzen können. Darunter ist der Durst nach der Emotion in der Musik zu verstehen. Der Wille, Literatur bis in den hintersten Winkel nach Gefühl zu durchforsten. Der Drang, auch dort das letzte Quäntchen an Empathie aufzunehmen, zu hegen und ihm zur Blüte zu verhelfen.

Literatur

Gemäss Salzbrunns genereller musikalischer Ausrichtung ist der Interpretation von Werken nordeuropäischer Komponisten wie etwa Benjamin Britten oder Morten Lauridsen mit ihren stimmungsvollen Bildern und großer emotionaler Breite ebenso ein Schwerpunkt gewidmet wie amerikanischer Literatur, darunter Samuel Barber, Houston Bright oder auch Eric Whitacre.

Ziele

Das Ziel ist die Bildung eines Klangkörpers, auf dem der Dirigent spielen kann wie auf einem Instrument.
Voraussetzung dafür ist die Auswahl der Sängerinnen und Sänger, die jede(r) für sich in der Lage sein müssen, den Gedanken des absoluten Musizierens restlos in sich aufzunehmen und integrativer Bestandteil der Suche zu werden. Neben der Virtuosität in der Beherrschung der Stimme sowie Erfahrung im Ensemblegesang ist die Bereitschaft zwingend vorausgesetzt, eine gemeinsame musikalische Sprache zu finden.